Ex-Immofinanz-Vorstand wird Gründer

Ex-Immofinanz-Vorstand Wiltschnigg hat mit erfahrenen Immo-Experten Galleon Capital gegründet. Das Ziel: Anleger nach Osteuropa zu locken- und eigene Projekte zu realisieren.

Manfred Wiltschnigg, bis 2013 Vorstandsmitglied der Immofinanz, meldet sich mit einem eigenen Unternehmen im Immobiliengeschäft zurück. Galleon Capital wurde Ende November gegründet, das Konzept wurde seit April erarbeitet, wie Wiltschnigg zum WirtschaftsBlatt sagt. Er habe in den vergangenen Jahren internationale Immobilieninvestoren beraten. Nun galt es, das Geschäft in Strukturen zu betreiben.

Ex-Immofinanz-Vorstand Wiltschnigg hat mit erfahrenen Immo-Experten Galleon Capital
gegründet. Das Ziel: Anleger nach Osteuropa zu locken-und eigene Projekte zu
realisieren.

Wien.
Manfred Wiltschnigg, bis 2013 Vorstandsmitglied der Immofinanz, meldet sich mit
einem eigenen Unternehmen im Immobiliengeschäft zurück. Galleon Capital wurde Ende
November gegründet, das Konzept wurde seit April erarbeitet, wie Wiltschnigg zum
WirtschaftsBlatt sagt. Er habe in den vergangenen Jahren internationale Immobilieninvestoren
beraten.

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Nun galt es, das Geschäft in Strukturen zu betreiben. „Galleon Capital begleitet seine Kunden
durch den gesamten Investmentprozess und darüber hinaus“, sagt der Gründer. Zu Beginn
besteht das Team aus vier Partnern, derzeit sucht Galleon einen Immobilienanalysten. Dazu
kommt ein zehnköpfiger Beirat mit internationalen Experten aus mehreren Branchen, die ihr
Netzwerk einbringen.

Topmanager mit an Bord

So sind neben Immobilienmanagern und Bankern auch Franz Schausberger, Ex-
Landeshauptmann von Salzburg und Gründer des Instituts der Regionen, Ali Yavuz Kuscu,
Präsident des Österreichisch-Türkischen Handelsverbands, sowie Hans Gasser, Ex-
Vorstandschef der WirtschaftsBlatt Verlag AG, im Beirat vertreten. Beiratsvorsitzender ist der
deutsche Logistikunternehmer Rainer Koehne, Hauptaktionär der Rheinischen Grundbesitz AG.
Auch die Partner sind keine Newcomer im Immobiliengeschäft. Paul Hallam entwickelte in den
USA eine Wohnhausanlage neben dem Weißen Haus in Washington, Marco Kohla begann als
Investmentbanker bei JP Morgan und war bis Ende des Vorjahrs noch als Bereichsleiter
Immobilientransaktionen der Immofinanz AG tätig. Die Kunden sind Family Offices, aber auch
große Pensionskassen, vor allem aus den USA und aus Israel-Unternehmen, die Immobilien in
Mittel-und Osteuropa kaufen wollen, denen aber die Marktkenntnis fehlt. Osteuropa sei daher
vor allem wegen der höheren Renditen ein Thema: „Natürlich wollen Großanleger vor allem
Sicherheit für ihr Kapital und denken zuerst an Deutschland und Österreich, aber zwei Prozent
Rendite reichen ihnen nicht, auch wenn die Lage passt.“

Luxuswohnungen in Wien

Das meiste Interesse gebe es für Polen-der Markt sei selbst für solche Investoren ein Thema, die
sonst dezidiert kein Osteuropa-Exposure wollten. Zu den ersten großen Projekten, die Galleon
begleitet, gehört aber auch eine Hotelimmobilie in Moskau, die für eine internationale Kette
gebaut wird. „Wenn sich die politische Lage etwas entspannt, ist Russland für Investoren sehr
spannend, sofern das Projekt passt“, sagt der Unternehmenschef. Auch ein eigenes Projekt geht
Galleon an-auf dem Heimmarkt: In einer gesuchten Wiener Grünlage sollen Luxuswohnungen
entstehen. „Und zwar wirklicher Luxus, und kein Luxus, der nur als solcher bezeichnet
wird“,sagt Wiltschnigg.
Sein Ziel sei, auch im Asset Management zu wachsen, indem Objekte, die Galleon-Kunden
kaufen, auch betreut werden. „Wenn wir die entsprechenden Mandate bekommen, wird auch
das Team größer“, sagt der Gründer.

Quelle: Wirtschaftsblatt, 17.02.2016